NEWSLETTER APRIL 2019
Liebe Leserinnen und Leser
An unserer Generalversammlung durften wir den neuen Assistenzprofessor für Palliative Care am USZ, David Blum, kennenlernen. In seinem Referat machte er deutlich, dass er die Palliative Care als eigenständigen Fachbereich etablieren will, und er versprach, dass er für Palliative Care einstehe, ohne Einflussnahme von oben.
Schon im Juni steht unser nächster Anlass an, unsere Jahrestagung. Wir thematisieren die digitalen Entwicklungen, die auch in der Palliativpflege nicht aufzuhalten sind. Algorithmen, die berechnen, wann jemand stirbt. Roboter-Robben als Kuscheltiere für Menschen mit Demenz. Geht da die Menschlichkeit verloren, oder können wir davon profitieren? Damit auch möglichst viele freiwillige Mitarbeitende an unserer Jahrestagung am 13. Juni teilnehmen können, haben wir die Teilnahmegebühr deutlich gesenkt und freuen uns auf viele spannende Diskussionen mit Ihnen.
Einen weiteren Anlass haben wir ebenfalls schon rot angestrichen in unserem Kalender: Am 3. Oktober wird beim nächsten Mattenhof-Symposium das Sterbefasten thematisiert. Neben diesem Save-the-Date blicken wir in unserem Frühlings-Newsletter zurück auf die erste Schweizerische Fachtagung Palliative Geriatrie, die im März stattgefunden hat. Wir wünschen Ihnen gute Lektüre.

Ihr palliative-zh+sh-Team
Generalversammlung palliative zh+sh
Lehrstuhl für Palliative Care nur «strukturell angebunden»
David Blum
Nach unserer Generalversammlung vom 15. April sprach David Blum über seine Forschungsinteressen. Der 43-jährige Assistenzprofessor für Palliative Care, der im Mai seine Stelle am Universitätsspital Zürich antritt, präsentierte sich als Forscher mit breit abgestützten Interessen. Er sagte: «Das Spannende an der Palliative Care ist, dass auch andere Fächer wie Philosophie, Soziologie oder Ökonomie einbezogen werden können.» Von seinem Chef, der Radioonkologe ist, fürchtet er keine Einflussnahme. Im Vorfeld der Stellenbesetzung hatte die Anbindung des Lehrstuhls an die Klinik für Radioonkologie zu reden gegeben. Die Ansiedlung der ausgeschriebenen Assistenzprofessur sei historisch gewachsen, erklärte Blum. «Es handelt sich um eine strukturelle Anbindung und nicht um eine inhaltliche Fixierung.»
Jahrestagung 2019
Digitaler Doktor, Roboterpflege und Krebsblogging - wo bleibt da die Menschlichkeit?
Haben Sie sich schon zu unserer Jahrestagung vom 13. Juni angemeldet? Das Thema ist topaktuell, denn immer mehr findet unser Leben nicht nur real, sondern auch digital statt. Welchen Einfluss haben Smartphone, Pflegeroboter und andere digitale Tools auf unsere Beziehungspflege? Warum lässt ein Blogger die ganze Welt an seiner Krebserkrankung teilnehmen? Helfen uns Facebook, WhatsApp & Co. bei Krankheit und Sterben?
Die Jahrestagung richtet sich dieses Jahr nicht nur an Fachpersonen der Palliative Care, sondern explizit auch an freiwillige Mitarbeitende. Aus diesem Grund haben wir die Teilnahmegebühr deutlich gesenkt, auf CHF 120.- für Mitglieder  und CHF 140.- für Nichtmitglieder (inkl. Mittagessen, Kaffee, Getränke, Pausenverpflegung).
5.  Zürcher Fachsymposium Palliative Care
Save-the-Date: Mattenhof-Symposium
Am  Freitag, 3. Oktober 2019 findet das 5. Zürcher Fachsymposium Palliative Care zum Thema «Sterbefasten – freiwilliger Verzicht auf Essen und Trinken» statt. Reservieren Sie sich das Datum schon heute. Das Nachmittagssymposium richtet sich an alle Personen, die am Thema «Palliative Care» interessiert sind. Referierende: Dr. med. Roland Kunz (Chefarzt Universitäre Klinik für Akutgeriatrie und Ärztlicher Leiter Zentrum für Palliative Care im Stadtspital Waid), Mathias Fischer (Seelsorger), Martina Rutschmann (Angehörige), Ursula Klein (Kompetenz-Zentrum Spitex Zürich, Fachstelle Palliative Care).
Erste Schweizerische Fachtagung Palliative Geriatrie
Alle wollen alt werden, keiner will alt sein
Fachtagung Palliative Geriatrie
Mitte März fand im Zürcher Stadtspital Waid die erste Schweizerische Fachtagung Palliative Geriatrie statt. Das Interesse war gross: Mit 220 Teilnehmenden war der Anlass ausgebucht. Es zeigte sich, wie umfassend und breit das Thema gefächert ist. Die Referierenden waren sich einig: Eines der wichtigsten Ziele der Palliativen Geriatrie sei ein gutes Leben trotz chronischer Krankheiten zu ermöglichen, dabei jedoch das Lebensende nicht auszuklammern. 
Spenden
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Herzlichen Dank