PALLIATIVE NEWS MÄRZ 2019
Liebe Leserinnen und Leser
Der gläserne Patient. Algorithmen, die berechnen, wann jemand stirbt. Roboter-Robben als Kuscheltiere für Menschen mit Demenz. Ist Ihnen in letzter Zeit auch einmal flau im Magen geworden, als Sie konfrontiert waren mit der Digitalisierung in der Palliative Care? Wo bleibt da die Menschlichkeit?, haben auch wir uns gefragt und dennoch – oder gerade deswegen – mit viel Freude das Programm der nächsten Jahrestagung auf die Beine gestellt. Reservieren Sie sich dafür unbedingt den ganzen 13. Juni. Und wenn Sie grad die Agenda offen haben, können Sie sich auch den Abend des 15. Aprils einschreiben, dann findet unsere Generalversammlung statt. Wir konnten den neuen Assistenzprofessor für Palliative Care am USZ als Redner gewinnen.
Wir würden uns freuen, Sie an einem unserer Anlässe zu begrüssen!

Ihr palliative-zh+sh-Team
Jahrestagung 2019
Beziehungspflege in der digitalisierten Welt
Das Programm für unsere Jahrestagung vom 13. Juni liegt frisch gedruckt bereit. Das Thema ist topaktuell. Immer mehr findet unser Leben nicht nur real, sondern auch digital statt. Nur: Welchen Einfluss haben Smartphone, Pflegeroboter und andere digitale Tools auf unsere Beziehungspflege? Betreibt ein Krebsblogger bloss Nabelschau, oder ist das vielmehr auch eine Form der Selbsthilfe? Dank Facebook, WhatsApp oder Instagram sind wir ständig miteinander verbunden. Hilft uns das auch bei Krankheit und Sterben? Die Jahrestagung richtet sich dieses Jahr nicht nur an Fachpersonen der Palliative Care, sondern explizit auch an freiwillige Mitarbeitende. Aus diesem Grund haben wir die Teilnahmegebühr deutlich gesenkt, auf CHF 120.- für Mitglieder  und CHF 140.- für Nichtmitglieder (inkl. Mittagessen, Kaffee, Getränke, Pausenverpflegung).
Betreuung bis zum letzten Tag
Medienschau Februar 2019
«Komm zur Welt, auch wenn Du stirbst», sagen die jungen Eltern ihrem todgeweihten Kind. «Verstehst Du uns?», fragt die Mutter den Sohn, nachdem sie ihm gesagt hat, dass sie gemeinsam mit seinem Vater aus dem Leben scheiden wird. Von der Geburt bis zum Tod. Vom Elternsein und vom Kindsein. Von Verantwortung übernehmen, von Hilfe anbieten und von Hilfe annehmen. Vom Aushalten der Ambivalenz rund um Gebären, Leben und Sterben. Der Blick in die Februar-Medienschau widerspiegelt die ganze Bandbreite des Lebens.
Neu im Team
Neue Kommunikationsbeauftragte bei palliative zh+sh
Am 1. März ist Gabriela Meissner als Kommunikationsverantwortliche zu unserem Team gestossen. Die 52-Jährige verfügt über viel Knowhow in der Kommunikation, das sie sich beim KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich angeeignet hat. Zuvor war sie in verschiedenen journalistischen Funktionen bei der Zürcher Oberland Medien AG tätig. Schon seit Längerem habe sie mit dem Thema Palliative Care geliebäugelt, erzählte sie. Sie kennt keine Berührungsängste zum Thema und will sich ab Herbst auch zur freiwilligen Sterbebegleiterin ausbilden lassen. Gabriela Meissner war ursprünglich Querflötenlehrerin und studierte auf dem zweiten Bildungsweg Germanistik. Sie lebt mit ihrem Mann im Limmattal und hat drei erwachsene Kinder. Sie liebt die Arbeit im Garten, als begeisterte Läuferin oder wandernd in der Natur unterwegs zu sein, und sie ist eine passionierte Fotografin.
Grundwissen über Sterbebegleitung
Letzte-Hilfe-Kurse entsprechen einem Bedürfnis
Die Letzte-Hilfe-Kurse sollen den palliativen Grundgedanken in der breiten Bevölkerung verankern. Die reformierte Kirche Kanton Zürich hat die Kurse in die Schweiz geholt, die bereits im deutschsprachigen Ausland angeboten werden. Im Kanton Zürich bieten Kirchgemeinden den eintägigen Kurs an, der für die Teilnehmenden gratis ist. Eine Fachperson aus der Seelsorge, Sozialarbeit oder Psychologie sowie eine aus der Pflege oder Medizin leiten die Schulung. Sie vermitteln Grundwissen über das Sterben und die Sterbebegleitung. «Im Kern geht es darum, Menschen zu ermutigen, sich Schwerkranken und Sterbenden zuzuwenden», sagt Matthias Fischer. Das Vorstandsmitglied von palliative zh+sh ist reformierter Pfarrer und in der reformierten Kirche für Palliative Care zuständig. Weil die Kurse sehr gefragt und meist im Nu ausgebucht sind, expandieren sie nun von Zürich aus in den Rest der Schweiz.
Save-the-date
Generalversammlung von palliative zh+sh
palliative zh+sh lädt am 15. April zur Generalversammlung. Der Anlass beginnt um 18.30 Uhr und findet in den Räumlichkeiten der PH Zürich, Lagerstrasse 2, statt. Nach den statutarischen Geschäften referiert David Blum, MD PhD, ab Mai Assistenzprofessor Kompetenzzentrum Palliative Care am USZ, unter dem Titel «Kachexie, Komputer, Kommunikation, Klinik, Kollaborationen...» über seine Arbeit. Im Anschluss laden wir Sie gerne zu einem Apéro riche ein, mit der Möglichkeit für Begegnung und Austausch.
Spenden
Unsere Angebote lassen sich nur zu einem kleinen Teil durch Mitgliederbeiträge finanzieren. Sie möchten uns unterstützen? Wir sind für jede Spende dankbar. Auch kleine Beiträge helfen uns, unsere Arbeit weiterzuführen.

Herzlichen Dank