NEWSLETTER OKTOBER 2018
Liebe Leserinnen und Leser
Einen ereignisreichen Herbst hatten wir im letzten Newsletter angekündet. Nun können wir über die reiche Ernte berichten! Viele Samen sind gepflanzt worden, ihr Wachsen mit Liebe und Engagement gehegt und gepflegt. Jetzt sind die Früchte reif und bereit zum Ernten. Freuen Sie sich mit uns, dass dieser erneute interprofessionelle Einsatz für alle Interessierten jetzt sichtbar ist – sehen Sie selbst.
Erfolgreiche Buchlancierung
«Reden über Schmerz» jetzt erhältlich
«Reden über Schmerz»
Anlässlich des Welt-Palliative-Care-Tags haben wir im Zürcher «Sphères» Buchvernissage von «Reden über Schmerz» gefeiert. Die Buchhandlung, die zugleich Bar und Veranstaltungsort ist, war gut gefüllt. Auf dem Podium sassen Palliativpflegefachfrau und Schmerzspezialistin Eveline Häberli, die im Buch porträtiert wird, Psychoonkologin Dorothea Elmenthaler sowie Onkologin und Palliativmedizinerin Heidi Dazzi, die beide mit einem eigenen Kapitel zum Buch beigetragen haben. «Reden über Schmerz eröffnet in der Palliative Care Wege zu einem befreiten Leben», benennt es Geschäftsführerin von palliativ zh+sh, Monika Obrist. Deshalb hat palliative zh+sh zusammen mit dem Sachbuchverlag rüffer & rub diesem in der Palliativmedizin wichtigen Symptom ein ganzes Buch gewidmet; es ist das dritte in der Reihe rüffer & rub cares. 
Mattenhof Symposium
Wohin geht die Reise? Die Koffer sind gut gepackt!
Voraussetzungen für eine adäquate palliative Betreuung sind Vernetzung, Kooperation und Zusammensetzung der verschiedenen Player und der unterschiedlichen Berufsgruppen. Das 4. Fachsymposium Palliative Care am Pflegezentrum Mattenhof widmete sich ausgiebig der «Vernetzten Versorgung» in der Palliative Care und der Frage «Wohin geht die Reise?». Eindrücklich zeigten die Referentinnen und Referenten, wie sie «Vernetzte Versorgung» in ihrem Alltag leben und wie sie sie zusammen mit multiprofessionellen Teams umsetzen. Auch ein Angehöriger kam zu Wort. Dieser, der Sohn des kürzlich im Pflegeheim Mattenhof verstorbenen Herrn Bürgi, sagte es schlicht: «Das gemeinsam Erlebte hat uns als Familie zusammenwachsen lassen.» Das Symposium machte es sichtbar: Die Koffer sind gut gepackt.
Leitfaden
Lebensende mit Demenz – ein Leitfaden für Angehörige
Lebensende mit Demenz
Bislang liegen nur wenige Untersuchungen vor, wie häufig Demenz bei Bewohnern von Pflegeeinrichtungen vorkommt und wie deren Lebenserwartung ist oder ob sie sich von nicht an Demenz leidenden Bewohnern unterscheidet. Unklar ist auch, wie sich die Lebensqualität bei fortgeschrittener Demenz und in der letzten Lebensphase entwickelt und ob sie sich stabilisieren lässt. Ebenso fehlen Daten über die Versorgungsqualität für Patienten mit schwerer Demenz und deren Familien. Schliesslich ist wenig darüber bekannt, wie Belastung und Leiden in der Terminalphase schwerer Demenz positiv beeinflusst werden können. Die Faktenlage zu Menschen mit Demenz am Lebensende ist dünn. Dem will der Schweizerische Nationalfonds mit dem Forschungsprogramm «Lebensende» entgegenwirken. Ziel ist, mehr über das Sterben in Erfahrung zu bringen, um es menschlicher zu gestalten. Die Universität Zürich beteiligte sich an diesem Forschungsprogramm mit «ZULIDAD» (Zurich Life and Death with Advanced Dementia), einer Verlaufsstudie zu Leben und Sterben mit fortgeschrittener Demenz. Die nun vorliegende Studie und der Leitfaden für die Angehörigen kommen zur rechten Zeit. Denn das Problem drängt. In der Schweiz gilt Demenz bereits als dritthäufigste Todesursache
ACP-Beratung
Soll für alle zugänglich sein: Die Vorausschauende Planung
Auf der Geschäftsstelle von palliative zh+sh in Zürich können sich Interessierte und Betroffene professionell für eine vorausschauende Behandlungsplanung (Patientenverfügung «plus») beraten lassen. Die Beratung arbeitet mit dem System ACP-NOPA (Advance Care Planning – Notfallplanung Palliative) und wird von zertifizierten Fachpersonen durchgeführt. Die ACP-Beratung ist individuell und situationsbezogen. Sie ist vollumfänglich auf die Anliegen und Bedürfnisse der zu Beratenden ausgerichtet. Als gemeinnützige und nicht gewinnorientierte Organisation legt palliative zh+sh grossen Wert darauf, den Zugang zu ACP für alle zu ermöglichen. Sie legt daher, genauso wie die Krebsliga ZH, einen für alle erschwinglichen Pauschalbetrag für eine ACP-NOPA-Beratung fest und rechnet nicht nach Aufwand ab.

Wer palliative zh+sh und ACP im Speziellen unterstützen möchte, der oder die ist herzlich dazu eingeladen. Der rote Spenden-Button führt Sie zu den benötigten Informationen.
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Herzlichen Dank