PALLIATIVE NEWS JUNI 2018
Liebe Leserinnen und Leser
«Einmal mehr eine hervorragende Tagung!» Das ist eine von zahlreichen Rückmeldungen, die wir auf unsere Fachtagung von vergangener Woche erhalten haben. Wir danken allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für den anregenden Tag! Der Bericht mit Bildern und Unterlagen ist für alle Interessierten zugänglich. Wir freuen uns bereits auf die nächste Tagung – merken auch Sie sich das Datum. Bis dahin steht natürlich noch anderes an. Beispielsweise unser drittes Buch aus der Reihe «Reden über…». Erfahren Sie mehr:
Rückblick Fachtagung 2018
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Fachtagung 2018 - Rückblick
Dass man mit einer palliativen Behandlung am besten bereits ab der Diagnose beginnt, muss man Fachpersonen heute nicht mehr beibringen. Die Referentinnen und Referenten an der diesjährigen Fachtagung von palliative zh+sh konnten aber zeigen, wie man in der gewonnenen Zeit Hoffnung als Lebenskraft nutzen und Selbstbestimmung gewährleisten kann. Unter dem Titel «Early Palliative Care ermöglicht Lebensqualität und Selbstbestimmung» befassten sich rund 120 Fachleute mit diesen Möglichkeiten. Nach den Referaten von verschiedenen Expertinnen und Experten ermöglichte der Schriftsteller Urs Faes den Teilnehmenden einen ungewohnten Blick auf die Fragen rund um Krankheit, Selbstbestimmung, Lebensqualität und Sterben (die Teilnehmenden auf dem Bild oben lauschen gerade seiner Lesung). In den Workshops ging es danach um die konkrete Arbeit verschiedener Fachdisziplinen. Deutlich wurde dabei: Früh an Palliative Care denken – das macht in jedem Fall Sinn: im Fall des einzelnen Patienten, aber auch wenn fürsorgende Netzwerke entstehen. Die nächste Fachtagung findet am Donnerstag, 13. Juni 2019 statt.
Early Palliative Care
Selbstbestimmt leben und sterben
Early Palliative Care (Bild: Unsplash)
«Herr Näf weiss, was er will: Zuerst noch möglichst lange selbstbestimmt leben und irgendwann ebenso selbstbestimmt sterben.» Passend zur Fachtagung verfasste unser Vorstandsmitglied Heidi Dazzi einen Gastbeitrag über «Early Palliative Care» für pallnetz.ch. Die Onkologin und Palliativmedizinerin erzählt am Beispiel einer Patientengeschichte, wie sie Early Palliative Care einsetzt. Selbstbestimmung bei schwerer Krankheit und am Lebensende heisst, immer wieder eigene Entscheidungen treffen zu können. Natürlich müssen Betroffene dazu auch bereit sein. «Meine Erfahrung ist, dass sich die meisten Menschen mit einer solchen Diagnose darüber Gedanken machen und wissen, was sie wollen und was nicht. Aber sie kommunizieren es selten von sich aus», so Dazzi. Darum ist es wichtig, dass begleitende Fachpersonen Fragen rund um die Lebensqualität und das Lebensende immer wieder ansprechen und so den Betroffenen die Gelegenheit geben, Entscheidungen zu treffen. Ein eindrückliches Beispiel dazu bietet Heidi Dazzis Bericht.
Viel Diskussionsstoff
Medienschau
Wie die Pflege und Betreuung in den letzten Tagen zu finanzieren sei, darüber machen sich viele Fachpersonen, Betroffene und Interessierte ihre Gedanken. Im vergangenen Monat wurde die Frage auch in den Schweizer Medien diskutiert. Und es wurde über die Herausforderungen rund um Entscheidungen am Lebensende, über die zukünftige Betreuung im Alter, über Suizidbeihilfe oder Lehre und Forschung in Palliative Care berichtet. Die Medienschau bietet einen Überblick.
Geschäftsstelle palliative zh+sh
Wechsel in der Kommunikation
Bild: Daniel Burger
Nach sieben Jahren bei palliative zh+sh verlässt die Kommunikationsbeauftragte und Webredaktorin Elena Ibello (Bild Mitte) die Geschäftsstelle. Für sie steigt die Kommunikationsfachfrau Christina Buchser (Bild rechts) ein, die sich in Sachen Palliative Care bestens auskennt und schon für andere Sektionen Kommunikationsaufgaben übernommen hat. Beide freuen sich auf eine neue Herausforderung. Ibello verlässt die Geschäftsstelle mit etwas Wehmut und bleibt dem Thema und der Organisation verbunden. Sabine Arnold (Bild links), die seit drei Jahren ebenfalls als Beauftragte und Webredaktorin zum Kommunikationsteam gehört, wird weiterhin für die Palliative Care in der Region weibeln. Denn alle drei Fachfrauen sind sich einig: Palliative Care braucht Aufmerksamkeit, daran arbeiten wir weiter.
Buchreihe
Reden über Schmerz
Nach den beiden Büchern «Reden über Sterben» und «Reden über Demenz» erscheint im kommenden Herbst das nächste Buch der Reihe mit dem Sachbuchverlag Rüffer & Rub: «Reden über Schmerz». Darin werden die vielen Facetten des Schmerzes – ob körperlicher, psychischer, seelischer, sozialer oder spiritueller Natur – vor allem aus Sicht der Palliative Care beleuchtet. Verschiedene Fachpersonen äussern sich in eigenen Beiträgen, Interviews und Reportagen zum Thema und zeichnen damit ein ganzheitliches Bild einer ganzheitlichen Thematik. Das Buch richtet sich an Interessierte, Betroffene und Fachpersonen. Am Welt-Palliative-Care-Tag vom 14. Oktober 2018 feiern wir Vernissage in Zürich.
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Herzlichen Dank